Die 7 größten Abnehmfehler – alles, was Sie wissen müssen

Abnehmen am Bauch

Fehler beim Abnehmen – warum die Kilos nicht purzelnfehler beim abnehmen

Kalorien reduzieren und etwas Sport machen. Daran denken die meisten, wenn sie anfangen möchten, Gewicht zu verlieren. Doch ganz so einfach ist es mit dem Abnehmen leider nicht. Wer effektiv Gewicht reduzieren möchte, sollte typische Abnehmfehler auf jeden Fall vermeiden.

Der Vorsatz des Abnehmens wird häufig damit angegangen, weniger zu essen, häufig Sport zu treiben, Kalorien zu zählen und manchmal zu Light-Produkten zu greifen. Trotzdem sehen viele keine oder ungenügende Erfolge. Aber woran liegt es, dass man trotz großer Bemühungen keine Kilos verliert?

Das Internet ist voll von Abnehm-Gurus, schnellen Diät-Tipps, fettreduzierten Rezepten und Trainingsprogrammen. Man stößt auf so viele Regeln, dass es schon unübersichtlich werden kann. Und leider kursieren immer noch viele veraltet Vorgaben zur Gewichtsreduktion. Aber was ist eigentlich an all diesen Tipps und Regeln dran? Welche sind wirksam und welche eher weniger?

Im Folgenden haben wir dir die 7 wichtigsten Abnehmfehler zusammengestellt, die es zu vermeiden gilt. Vorher noch ein paar allgemeine Informationen.

Wissenswertes, bevor du anfängst abzunehmen

Kaloriendefizit – ja oder nein?

Die meisten Leute denken, wer abnehmen will, muss ein Kaloriendefizit vorweisen. Sprich, man sollte weniger Kalorien zu sich nehmen, als der Körper verbrennt. Es hört sich ja logisch an: Je weniger man isst, umso geringer die Kalorienaufnahme und damit eine schnelle Gewichtsreduktion. Was die wenigsten jedoch wissen, ist: Wer zu wenig Kalorien zu sich nimmt, verbrennt Muskelmasse und kein Fett. Letztendlich wird dadurch der genau gegenteilige Effekt erzielt. Das Abnehmen wird verlangsamt!

Denn je höher die Muskelmasse, umso schneller lässt sich Fett verbrennen. Wer also durch zu wenig Kalorienaufnahme seine Muskeln zum Abbau bringt, verringert den Mechanismus im Körper, der gerade wichtig bei der Abnahme ist. So kann eine sehr muskulöse Person zum Beispiel viele Kalorien am Tag zu sich nehmen, ohne dabei zu zunehmen.

Die wichtigste Mahlzeit am Tag?

Ein weiterer Mythos ist das altbekannte Sprichwort: „Morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein König und abends wie ein Bettelmann“. Mittlerweile weiß man es besser. Jeder Mensch ist anders gebaut und hat einen anderen innerlichen Rhythmus. Die wichtigste Mahlzeit am Tag muss daher nicht das Frühstück sein. Wer abends eher warm und viel isst, weil es besser zu seinem Tag-Nacht-Rhythmus passt, der kann dies tun, ohne Angst davor zu haben, schnell ein paar Kilos mehr zu wiegen.

Achtung!Jeder Körper ist anders. Genau wie bei allen anderen Dingen im Leben sollst du auch die Gewichtsreduktion individuell und angepasst an deinen Körper, deinen Rhythmus und deine Lebensumstände angehen.

Die 7 größten Abnehmfehler – alles, was du wissen musst

Du willst viel Gewicht in wenig Zeit verlieren

Unrealistische Erwartungen sind ein großer Fehler. Wie schon erwähnt ist jeder Körper anders und das Abnehmen sollte von Person zu Person ganz individuell angegangen werden. Denn Fakt ist: Effektives Abnehmen braucht Zeit! Wer sich erhofft, in nur wenigen Tagen oder Wochen durch Umstellung seiner gesamten Essgewohnheiten und sportlichen Aktivitäten schnell viel Gewicht zu verlieren, wird oft enttäuscht.

Unrealistische Erwartungen führen häufig zum Abbruch der Abnehmverfahren. Wer nach kurzer Zeit bei der Power-Diät keinen Erfolg sieht, verliert den Antrieb! Ein festes Ziel beim Abnehmen zu haben ist wichtig, jedoch sollte dieses klar realisierbar bleiben. Dabei steigerst du vor allem deine Motivation und dadurch auch deine Erfolge.

Zu wenig oder zu viel sportliche Aktivität

Wir haben bereits gelernt, dass die Muskelmasse eine wichtige Rolle beim Abnehmprozess spielt. Wer mehr Muskeln hat, verbrennt auch mehr Kalorien.

Kein Sport: Wer keinen Sport betreibt und durch Diäten versucht abzunehmen, wird mehr Muskelmasse abbauen. Folglich führt dies zu einem geringeren Grundumsatz, also dem täglichen Kalorienverbrauch des Körpers. Kurz gesagt bedeutet, dass je weniger Muskelmasse vorhanden ist, umso weniger Kalorien benötigt auch der Körper. Wenn du durch Diäten deine Kalorienzahl reduzierst, benötigt dein Körper auch weniger Kalorien (da, die Muskelmasse abgebaut wird), was dazu führt, dass die Diät nicht sehr erfolgreich für dich ausgehen wird.

Zu viel Sport: Wer zu viel Sport betreibt, kann seinen Körper schnell überlasten. Viele Sportbegeisterte schätzen ihren Kalorienverbrauch dazu falsch ein. Wer sportlich aktiver ist, benötigt auch mehr Kalorien. Hier wird der Grundumsatz aber meist überschätzt und trotz Sport die falsche Kalorienanzahl zu sich genommen. Folglich wird das gewünschte Kaloriendefizit damit ebenfalls nicht erreicht.

So ist es richtig. Ausreichend Sport aber nicht zu viel:Das ist das Grundrezept einer erfolgreichen Abnahme. Mehrmals die Woche 30-60 Minuten körperliche Aktivität gilt hierbei als Richtlinie. Achte dabei auf eine Abwechslung zwischen Ausdauer- und Krafttraining. Dabei kurbelst du deinen Stoffwechsel an und baust ebenfalls etwas Muskelmasse auf. Höre immer auf deinen Körper und überschätze dich nicht.

Aufnahme von zu wenig Ballaststoffen und Proteinen

Für den Muskelaufbau sind Proteine essenziell. Dadurch, dass der Muskelaufbau eine große Rolle bei einer erfolgreichen Diät spielt, ist ein Verzicht auf Ballaststoffe also kontraproduktiv. Zudem wirken Proteine sättigend und fördern den Stoffwechsel. Ballaststoffe steigern die Aktivität des Verdauungstraktes, sind gesund und halten ebenfalls satt. Zudem kannst du durch die Aufnahme von Ballaststoffen Heißhungerattacken vermeiden, denn durch diese Nährstoffe steigt dein Blutzuckerspiegel verlangsamt an.

Proteinreiche Nahrungsmittel:Getreide- und Milchprodukte, Sojaprodukte, Fleisch, Fisch, Hülsenfrüchte, Eier

Ballaststoffreiche Nahrungsmittel:Vollkornprodukte, Obst, Gemüse (vor allem Kohlarten, Kartoffeln und Mohrrüben), Nüsse, Bohnen und Linsen

Achte also auf eine ausgewogene Ernährung mit pflanzlichen- und tierischen Lebensmitteln und verzichte auf Crash-Diäten.

 

Konsum von zuckerhaltigen Getränken

Wer abnehmen will, sollte auf Cola, Fanta und Co. verzichten. Das ist allgemein bekannt. Wenige wissen aber, dass auch die beliebten Fruchtsäfte einen hohen Anteil an natürlichem Zucker enthalten. Vor allem Direktsäfte haben meist einen 100%igen Fruchtzuckeranteil. Fruchtzucker hat zwar weniger Kalorien als der herkömmliche Zucker. Jedoch ist er deshalb nicht gesünder und führt genauso zur Gewichtszunahme.

Vorsicht ist ebenfalls bei Alkohol gegeben. Ein halber Liter Bier enthält bereits über 200 Kilokalorien. Ein Glas von 200 ml Rotwein hat sogar schon 160 Kilokalorien.

Viel Trinken ist bei einer erfolgreichen Gewichtsreduktion sehr wichtig. Greife allerdings eher zu Leitungswasser, Mineralwasser oder Kräutertees (ohne Zucker) und passe bei Fruchtsäften, Softdrinks und Alkohol etwas auf.

Zu häufige Mahlzeiten

Drei Hauptmahlzeiten am Tag oder doch eher viele kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt? Auch hierzu findet man sehr viele verschiedene Annahmen im Internet kursieren.

Aber die richtige Antwort ist: Weder noch! Hören auf dein inneres Bauchgefühl, was die zeitlichen Vorgaben deiner Mahlzeiten angeht. Halte dich nicht zu strikt an bestimmte Vorgaben, egal ob du drei Mal ab Tag große Mahlzeiten zu dir nehmen möchtest oder eher mehrfach kleinere über den gesamten Tag. Bringe dein Sättigungsgefühl nicht durcheinander. Esse intuitiv und lasse dein natürliches Hungergefühl nicht außer Acht.

Grundsätzlich gilt also, dass Sättigungsgefühl wieder zu entdecken. Zwinge dich hingegen auch nicht zum Essen oder bleibe hungrig, weil du irgendeine Richtlinie einhalten möchtest. Denn wer hungert, der neigt auch schnell dazu, das Falsche zu sich zu nehmen.

6 Du schaust ständig auf die Waage

Unsere Muskeln sind schwerer als das Körperfett. Wenn du also idialerweise Muskelaufbautraining im Zusammenhang mit deiner Abnahme betreibst, dann wird die Gewichtsanzeige auf der Waage nicht unbedingt weniger. Auch wenn du an Fett verlierst, so ist dieses meistens nicht gleich am Gewicht zu merken. Die Waage kann durchaus stagnieren oder sogar ein paar Gramm mehr als vorher anzeigen, auch wenn du durchaus erfolgreich mit deinen Abnehmmaßnahmen bist und Muskelmasse dabei aufgebaut hast.

Zudem hängt unser Körpergewicht auch von dem Flüssigkeitshaushalt unseres Körpers sowie von noch im Verdauungstrakt befindlicher Nahrung ab. Unser Körpergewicht kann Schwankungen von bis zu 1,4 kg am Tag aufweisen.

Wichtig ist daher, sich nicht nur auf die Anzeige der Waage zu verlassen. Vertraue auf dein Körpergefühl und achten auf deine Körpermerkmale. Wenn deine Problemzonen deutlich schlanker und straffer wirken, auch wenn die Waage so gut wie keine Differenz zeigt, so ist deine Abnahme doch erfolgreich. Du kannst deinen Abnahmeprozess natürlich auch mit Fotos festhalten. Hier sieht man vor allem in größeren Abständen deutliche Veränderungen, wenn du konsequent an deinen Zielen arbeitest.

Keine vollwertige Ernährung – Verpackungsinhalte werden außer Acht gelassen

Gerade in unserer heutigen hektischen Zeit sind industriell verarbeitet Lebensmittel ein ständiger Begleiter unserer Ernährung. Möchtest du jedoch abnehmen, solltest du unbedingt auf die schnelle Zubereitung von diesen verzichten. Kaufe frische Lebensmittel und koche stattdessen eine vollwertige Mahlzeit. Verzichte auf Fleisch- und Wurstprodukte mit Zusätzen, Fertiggerichte, Instantsuppen, Backwaren und Snacks, Obst- und Gemüsekonserven und auch Fischkonserven.

Wer vollwertige und gesunde Lebensmittel kaufen möchte, der sollte auch bei den Verpackungen darauf achten, was drin ist. Ansonsten kann es schnell passieren, wenn man nicht gerade im Bio-Markt einkauft, leicht an Lebensmittel mit ungewünschten Zusatzstoffen zu geraten.

Ungewollte Kalorien sowie ungesunde Zutaten verstecken sich schnell in verpackten Lebensmitteln. Auch vermeintlich gesunde Lebensmittel können unerwünschte Kalorien sowie ungesunde Zusatzstoffe verbergen. Besonders Vorsicht ist hier bei Light- und Diätprodukten gegeben.

Die ach so viel versprechenden Light-Produkte werben meist mit einem geringeren Fettanteil oder einer geringeren Kalorienzahl. Jedoch verbergen sich gerade hier viele Zusatzstoffe und vor allem Süßstoffe (als Zuckerersatz). Die dauerhafte Aufnahme von Süßstoff führt nämlich dazu, dass man vermehrt Heißhunger entwickelt. Denn der beliebte Zuckerersatz gaukelt unserem Gehirn vor, Zucker zu erhalten. Was ja allerdings nicht der Fall ist. Und sobald unser Gehirn das dann realisiert, so verspürt man den plötzlichen Drang nach Süßem.

 

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