Fettverbrennung und Abnehmen- 2 verschiedene Bereiche

Fettverbrennung und Abnehmen – 2 verschiedene Bereiche

Wenn es darum geht, abzunehmen steht bei dir sicher auch im Vordergrund Fett abzunehmen und nicht Muskelmasse oder Wasser. Aber Abnehmen ist nicht immer Fettverbrennung, ein wichtiger Punkt, den du genauer verstehen solltest, wenn du gerne einen geringeren Fettanteil im Körper hättest und gesund abnehmen möchtest. Um die Fettverbrennung anzuregen und so den Körperfettanteil zu senken, ist es wichtig zu wissen, was genau Fettverbrennung ist, wie diese funktioniert und was der Unterschied zwischen Fettverbrennung und Abnehmen ist.

Fettverbrennung – wie funktioniert das?

Fettverbrennung funktioniert immer dann, wenn der Körper nicht auf die einfachste Energiequelle aus der Nahrung zurückgreift, sondern sich an den Fettpolstern bedient. Um genau das zu erreichen, ist es wichtig, die Funktion des Körpers zu verstehen.

Was ist für den Körper wirklich wichtig?

Um gut zu funktionieren und überhaupt eine Fettverbrennung möglich zu machen, ist ein gesunder und aktiver Stoffwechsel nötig. Denn ohne diesen kann auch kein Fett verbrannt werden.

Der Körper benötigt aber auch 3 wichtige Nährstoffe, um aus diesen die nötige Energie zu gewinnen. Kohlenhydrate, Proteine und Fette sind die 3 wichtigsten Nährstoffe, die für die Energiegewinnung nötig sind.

Wie funktioniert die Energiegewinnung genau?

Der Körper zieht sich die Energie, die er benötigt aus den Nährstoffen. Dabei greift der Körper immer zuerst auf die Kohlenhydrate zurück, die wir mit der Nahrung aufnehmen. Denn diese sind für den Körper am einfachsten umzusetzen. Erst wenn diese verbraucht sind und die Speicher leer sind, dann wird auf die Fettreserven zurückgegriffen und die Fettverbrennung beginnt.

Was ist das Problem mit der Fettverbrennung?

Das größte Problem, die Fettverbrennung richtig anzuregen, ist die Energiezufuhr über die Nahrung. Denn wenn du mehr Kalorien und vor allem Kohlenhydrate zu dir nimmst, als dein Körper benötigt, lagert dieser alle überschüssigen Kalorien als Fettpolster ab.

Fettverbrennung ist also nur dann zu erreichen, wenn du es schaffst, ein Kaloriendefizit zu schaffen und deinen Körper so antreibst, dass dieser auf die vorhandenen Fettpolster zurückgreift. In diesem Fall werden die Fettpolster dann in Fettsäuren umgewandelt, die dann wiederum als Energieliefertanten für die Zellen dienen.

Der Unterschied zwischen Abnehmen und Fettverbrennung – das solltest du wissen

Fettverbrennung ist also der Zustand, in dem dein Körper nicht auf die Kohlenhydrate als einfach Energielieferanten zurückgreift, sondern sich an den Fetten aus der Nahrung und aus den Fettpolstern bedient. Bedeutet das dann auch, wenn du die Fettverbrennung anregst, dass du automatisch abnimmst? Oder ist abnehmen immer gleich Fettverbrennung?

Abnehmen ist nicht gleich Fettverbrennung

Abnehmen bedeutet in erster Linie, die Waage zeigt weniger an als vorher. Du hast also Gewicht verloren. Bei den meisten Diäten, vor allem bei kurzfristigen Crash-Diäten ist es aber meist so, dass du zu Beginn erst einmal Wasser verlierst. Auch wenn du bei der Diät ein gutes Kaloriendefizit schaffst, aber keinen Sport machst, wird in der Regel nicht sofort das Fett angegriffen, sondern der Körper bedient sich auch gerne an Muskelmasse. Abnehmen und weniger Gewicht auf der Waage, ist also nicht gleich Fettverbrennung.

Fettverbrennung ist gleich Abnehmen

Auch diese Aussage ist nicht richtig. Du kannst deine Fettverbrennung mit der richtigen Ernährung und viel Sport anregen und deinen Körper so dazu bringen, auf die Fette aus der Nahrung und den Fettpolstern zurückzugreifen. Nimmst du aber immer noch zu viele Kalorien zu dir, auch in Form von Fetten, dann kommt dein Körper nicht in Versuchung die Fettpolster anzugehen, sondern bedient sich aus den Nährstoffen der Nahrung. Es ist also immer wichtig, ein Kaloriendefizit mit der richtigen Ernährung zu schaffen, denn nur dann kannst du auch abnehmen und die Fettverbrennung für dich nutzen, um den Körperfettanteil zu senken. Denn genau das ist noch wichtiger als das tatsächliche Gewicht.

Der Körperfettanteil ist ein wichtiges Indiz, um festzustellen, wie gut deine Fettverbrennung funktioniert. Aber was ist der richtige Körperfettanteil und wie kannst du diesen überhaupt messen?

Wie wird der Körperfettanteil gemessen?

Der Körperfettanteil wird immer in Prozent gemessen und gibt dann Auskunft darüber, wie viel des Körpergewichtes aus reinem Fett besteht. Dafür gibt es spezielle Waagen, die diesen berechnen aber auch in Fitnessstudios oder beim Arzt kannst du einen Körperfettanteil einfach bestimmen lassen.

Was ist der richtige Körperfettanteil?

Was genau der richtige und gesunde Körperfettanteil für dich ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zunächst einmal wird zwischen Männern und Frauen unterschieden. Aber auch das Alter spielt bei deinem optimalen Körperfettanteil dann immer auch noch eine wichtige Rolle. Generell gilt:

  • Für Frauen ein Körperfettanteil zwischen 20 und 28% als normal.
  • Für Männer ein Körperfettanteil zwischen 13 und 20% als normal.

Tipps für eine gute Fettverbrennung

Der Mythos, dass Fettverbrennung erst nach einiger Zeit Training beginnt, ist nicht richtig. Eine gute Nachricht, die viel Wert ist. Trotzdem gibt es verschiedene Tipps, die dir bei einer besseren und effektiveren Fettverbrennung enorm helfen können.

Kaloriendefizit

Ein Kaloriendefizit zu schaffen, ist der erste Weg, den du gehen musst, wenn du die Fettverbrennung anregen möchtest und deinen Körperfettanteil senken möchtest. Dabei ist es wichtig, bei deiner Ernährung darauf zu achten, das Defizit auf eine gesunde Weise herzustellen. Denn wenn du Crash-Diäten angehst, kannst du schnell dazu neigen, zu wenige Kalorien zu dir zu nehmen. Wenn der Grundumsatz an deinen täglichen Kalorienbedarf unterschritten wird, schläft nicht nur der Stoffwechsel ein, sondern der Körper schaltet auf Notbetrieb. Das bedeutet, alles, was er du dann zu dir nimmst, wird sofort wieder angelegt, um für schlechte Zeiten auf Lager zu sein. Dein Körper gerät in einen Angstzustand und speichert nach der Diät alles, was er bekommen kann. Es ist wichtig, den Grundumsatz nicht zu unterschreiten, aber dafür den Kalorienbedarf zu erhöhen.

Bewegung und Sport

Bewegung und Sport sind enorm wichtig, denn so kannst du deinen Kalorienbedarf erhöhen und schaffst so ein sehr gutes Kaloriendefizit. Auf Dauer erhöhst du damit auch deinen Grundumsatz und sorgst so dafür, dass du dein Gewicht beim Abnehmen auch besser halten kannst.

Die richtigen Kohlenhydrate essen

Wenn es um gesunde Ernährung geht, sind die Kohlenhydrate meist die Bösewichte. Du kannst nicht ohne Kohlenhydrate auskommen, das ist auch nicht nötig, die Art der Kohlenhydrate ist wichtig. Einfache Kohlenhydrate sorgen dafür, dass der Insulinspiegel stark ansteigt und dann ins Bodenlose fällt, damit sorgst du selbst für die Heißhungerattacken. Weißmehl, Kartoffeln und auch weißer Reis sind genau solche gefährlichen Kohlenhydrate. Vollkornprodukte, Gemüse und Samen hingegen sind komplexe Kohlenhydrate, die den Insulinspiegel langsam ansteigen lassen und auch langsam wieder senken. So bleibst du länger statt und bekommst keine Heißhungerattacken.

Die richtigen Fette

Deine Ernährung sollte auch aus genügend gesunden Fetten bestehen. Es ist wichtig, dass du darauf achtest, deine Mahlzeiten mit gesunden Fetten wie Olivenöl, Leinsamen Öl, Nuss Öl oder anderen gesunden Fetten zu gestalten. 30% deiner Nahrung sollten aus solchen Fetten bestehen.

Mehr Proteine

Proteine sind besonders wichtig, denn diese sorgen schon bei der Verdauung für einen Mehraufwand an Energie. Denn der Körper hat deutlich mehr mit der Verwertung von Proteinen zu tun. Aber auch die Muskeln benötigen Proteine, um zu wachsen, damit hast du einen doppelten Effekt, denn mehr Muskeln bedeutet auch, eine bessere Fettverbrennung. Außerdem sind Proteine wichtig für einen gut funktionierenden Stoffwechsel.

Gewürze und Getränke für die Fettverbrennung

Es gibt auch kleine Helfer aus der Natur, die dir dabei helfen können, die Fettverbrennung anzuregen. Ingwer, Chili, Zimt, Zitronenwasser oder auch grüner Tee gehört dazu. Mit diesen kannst du sowohl die Fettverbrennung als auch den Stoffwechsel anregen und so für bessere Voraussetzungen sorgen.

Genügend schlafen

Schlaf ist wichtig, nicht nur für die Regeneration, sondern auch für deinen Hormonhaushalt. Denn wer nicht ausreichend schläft, hat mehr Hunger, dafür sind die Hormone zuständig. Außerdem verbrennt dein Körper auch im Schlaf Fett, wenn du diesen unterbrichst, wird auch der Prozess unterbrochen. Genug schlafen ist also wichtig für deine Fettverbrennung.